Schwerpunkte

Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

Die Zusammenarbeit mit dem Landes- und dem Kreisjugendamt als auch den Entsendejugendämtern kann als äußerst konstant und dementsprechend effizient bezeichnet werden. Regelmäßige Besuche der Einrichtung sind die Regel. Amtsvormünder besuchen die Einrichtung und ihre Mündel monatlich.

Im Rahmen der Betreuung unserer Kinder und Kleinkinder informieren wir neben den Standardprozessen (Entwicklungsbericht zum Hilfeplan…) in umfassender und dezidierter Weise, in Form von Berichten und Aktennotizen über Besonderheiten | Auffälligkeiten.

Statusberichte zur Entwicklung und Zielerreichung, Zeugnis- und Leistungskommentierungen als auch Beschreibung von Umgangs- und Telefonkontakten sowie deren Auswirkung ergänzen die Berichterstattung.

Diese Berichte sind jeweils als Fortschreibung konzipiert und beinhalten ebenfalls eine individuelle / fallbezogenen pädagogische Diagnostik zum jeweiligen Status. Externe Diagnostiken fließen ebenso ein, wie Verknüpfungen zur zurückliegenden Anamnese | Epikrise (gemäß ICD 10).

Je nach Entwicklungsalter der Kinder, werden von diesen eigene Wahrnehmungen – z. B. in Form von strukturierten Selbsteinschätzungen – eingeholt (z. B. erweiterte Arbeitsgrundlage für Hilfeplangespräche).

 

Enges und konstantes Bezugssystem mit individueller und individualisierender Pädagogik

  • Vertrauen ermöglichen und positive Beziehungen aufnehmen und sie eingehen. Besonders bei langangelegten Betreuungsmaßnahmen bieten wir als Träger, den in der Einrichtung Lebenden einen strukturellen, emotional beständigen und festen Rahmen
  • Akzeptanz und Achtung der Individualität eines Kindes mit Stärken und Schwächen, Förderung und/oder Abgrenzung unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes
  • Stabilisierung in persönlicher, emotionaler und sozialer Hinsicht
  • flexible, transparente und verlässliche Arbeitsweise verbunden mit breiter fachlicher Qualifikation
  • Emotionale Unterstützung, bindungsorientierte Zuwendung und familienanaloge Geborgenheit
  • Erfahrung von Beständigkeit, Wertschätzung als auch individuellem persönlichem Engagement

 

Kompensatorische Entwicklungsförderung und -stabilisierung durch eigenständige als auch supportive therapeutische Ergänzungen

  • Individuelle | modularer Leistungsumfänge entsprechend den notwendigen | erforderlichen gestützten Förder- und Therapiemaßnahmen (entsprechend den zusätzlich vereinbarten/notwendigen Therapieleistungen..)
  • Supportive Psychotherapien | Psychoedukation (Psychodynamische Imaginative Traumatherapie…)
  • Soziales Kompetenztraining (Training:Werte und Normen, Beziehung, Sympathie…)
  • Verhaltenstherapie (Anpassung von Denk-, Verhaltens- und Handlungsmustern…)
  • Psychodynamische Psychotherapie (Bewältigung, Entspannung, Selbstwertschätzung…)
  • Traumafolgestörung (Traumatherapie…, Stabilisierung, Bearbeitung, Integration…)
  • Somatoforme (Folge-) Störung (Psychoanalyse | Systemische Evaluierung…)

Dies jeweils insbesondere mit dem Ziel, der Schaffung eines strukturellen Lebensumfeldes, der Entwicklung und Festigung einer positiven Lebenseinstellung in Verbindung mit angemessener Selbstwertschätzung, der Sozialintegration in die heutige Gesellschaft unter Einbeziehung von Werten und Normen als auch Regeln.

 

Orientierung und Selbstbewusstsein durch differenzierte Rückmeldung und geeignete Verstärkung

  • Rahmenbedingungen verbindlich, verständlich und transparent gestalten unter Berücksichtigung des jeweiligen Entwicklungsaltes bzw. der ambivalenten Entwicklung der jeweiligen Ego-States
  • Stärkung des Selbstwertgefühl als auch der Selbstwirksamkeit durch Ausbau von Fähigkeiten und Ressourcen als auch der Kompensation von Defiziten
  • Entwicklung sowie Festigung von Regularien im täglichen Alltag von Bezugs-, Schul- und Lern- bzw. Erfahrungssystemen
  • Vermittlung von Wertvorstellungen als auch Normenverständnis in Verbindung mit der Entwicklung / Stabilisierung eines eigenen | konstanten Wertesystems
  • Einübung und Absicherung sozialer Handlungs- und Umsetzungskompetenzen

 

Konzeptionelles Arbeiten für und mit Schul- und Berufsausbildungs-Systemen

  • Entwicklung und Förderung der individuellen schulischen Lern- und Leistungsmöglichkeiten Leistungsmöglichkeiten (interner Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung… Grundschule bis gymnasiale Oberstufe)
  • (Re-)Integration in den Schulalltag und | oder Bewältigung von Schul- und Ausbildungsproblemen (enges und konstantes Kooperationssystem mit Regelschulen, Sonderschulformen, Lehrern, Bundesagentur für Arbeit… und Ausbildungsbetrieben…)
  • Nutzung adaptierter Beschulungssysteme wie z. B. ShIf-Projekt (Schulische Integrationsförderung – ab 4 Klasse | Beschulung in Kleingruppen…) oder interne Beschulung (1 bis 3 Klasse | Individualbeschulung | Einzelbeschulung)
  • Ziel- und Leistungsvereinbarung zwichen Jugendlichen, Schule und Einrichtung (Einbeziehung und Mitverantwortung…)

 

Reintegration in altes Familiensystem / Aufbau eigenständiger Lebenskonzepte

Ist das Familiensystem bzw. sind wichtige Bezugspersonen unserer Kinder geeignet und in der Lage – sowohl konstruktiv als auch nachhaltig und zum Wohle des Kindes/Kleinkindes mitzuarbeiten – ist für uns Elternarbeit sowie die Reintegration in die Herkunftsfamilie von großer Bedeutung.

Handelt es sich um Familiensysteme, welche „andere“ Ziele für sich definiert haben, werden wir – im Rahmen unserer Möglichkeiten bzw. gemäß den Anforderungen/Absprachen mit dem Jugendamte/Vormund – den Schutz der Entwicklung und seiner Räume – sicherstellen bzw. durch qualifizierte Unterstützung absichern.

  • Unterstützung/Anleitung von Familienmitgliedern im geeigneten Umgang mit ihren Kindern (altersanaloge Beschäftigung und Auslastung, Übertragung von Regeln, Werten und Normen auf ein neues Selbstverständnis der Erziehung und des Zusammenlebens…)
  • Konzeption und Umsetzung der Selbstständigkeit im lebenspraktischen Bereich als auch in neue / erweiterte soziale Umfelder (entsprechend dem Entwicklungsalter)
  • Begleitung und Anleitung zum eigenverantwortlichem Handeln
  • Schaffen von individuellen Lebensperspektiven unter Berücksichtigung von finanziellen / nachhaltigen Möglichkeiten (regionale Eingliederungshilfen… )

 

Wahrnehmung der Mitbestimmung | Partizipation

  • wöchentliche Gruppenbesprechungen der Kinder und Jugendlichen untereinander (protokolliert und durch Erzieher moderiert)
  • anonyme Briefkästen für Kinder (Themenvorschläge, Kritik, Anregungen…)
  • Gruppenkasse für selbstbestimmte Freizeitgestaltung nach Altersgruppen (differenziert nach Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen)
  • Mitbestimmung bei der Einrichtung | Gestaltung der Zimmer, Gruppenräume… |Anschaffung von Spielgeräten…
  • Mitbestimmung bei gemeinsamen Gruppenaktivitäten (Kino, Schwimmen, Strand… | Wakeboarden | Surfen, Kanuausfahrt…)
  • Bilaterale Mitbestimmung bei der Gestaltung von Umgangskontakten (Ort, Zeit und Dauer der Kontakte durch Jugendlichen gegenüber dem Familiensystem)